Linolschnitt beginnen: Griff, Schneidemesser und SoftCut wählen
Ein passendes Linolschnitt-Set wählen, die wichtigsten Klingenformen verstehen und sicher einen Probedruck anfertigen.
Für den ersten Linolschnitt ist kein großer Werkzeugkasten nötig. Ein sicherer Griff, einige verschiedene Schneideformen, eine ebene Druckplatte, Walze und passende Hochdruckfarbe reichen für den Einstieg. In unserer Auswahl für Blockdruck finden Sie die benötigten Materialarten.
Welche Griffe und Schneiden passen zusammen?
Ein einzelner Linolschnittgriff darf nur mit vom Hersteller als kompatibel angegebenen Klingen verwendet werden. Sitz und Klemmung vor dem Schneiden prüfen. Eine V-Klinge erzeugt feine Linien und Ecken, eine schmale U-Klinge gebogene Rinnen, eine breitere U-Klinge räumt größere Flächen. Mit einem Sortiment Linolschnittmesser lassen sich die Spuren zuerst auf einem Reststück vergleichen.
Klassisches Linoleum oder weicher Schneideblock?
Linoleum ist fester und ermöglicht klare Details, verlangt aber kontrollierten Druck. Ein Essdee SoftCut-Block, 3 mm lässt sich meist leichter schneiden. Auch weiches Material verhindert kein Abrutschen: Platte auf eine rutschfeste Unterlage oder einen Schneidehaken legen, vom Körper weg schneiden und die freie Hand hinter der Schneide halten.
Ein gut druckbares Motiv planen
Mit klaren Formen beginnen und sehr feine Schraffuren für eine spätere Platte aufheben. Weggeschnittene Stellen bleiben papierfarben, die erhöhten Flächen nehmen Farbe an. Schrift und asymmetrische Motive werden spiegelverkehrt gedruckt; das Motiv daher mit Transparentpapier oder einem gespiegelten Ausdruck prüfen. Erst flach schneiden und nur bei Bedarf vertiefen.
Der erste aussagekräftige Probedruck
- Wenig Hochdruckfarbe auf einer glatten Palette dünn und gleichmäßig ausrollen.
- Die erhöhten Flächen einfärben, ohne Farbe in Vertiefungen zu drücken.
- Papier ruhig auflegen und gleichmäßig reiben oder pressen, ohne es zu verschieben.
- Von einer Ecke abheben und notieren, wo Linien zulaufen oder Flächen zu wenig Farbe erhalten.
Der Probedruck gehört zum Arbeitsablauf. Danach nur störende Erhöhungen nachschneiden, Werkzeug und Platte nach Herstellerangabe reinigen und den Druck flach trocknen lassen.