Was ist Cyanotypie? Erklärung, Bedienung und korrekte Schreibweise
Cyanotypie ist ein fotografisches Druckverfahren, bei dem UV-Licht eine lichtempfindliche Eisenlösung in Berliner Blau verwandelt. Sie legen ein Objekt oder Negativ direkt auf beschichtetes Papier oder Textil, belichten es und spülen die unbelichteten Teile mit Wasser ab. Das Ergebnis ist ein tiefblauer Druck mit hellen Formen. „Sianotype“ und „cianotype“ sind gebräuchliche phonetische Schreibweisen, aber Cyanotype ist der offizielle internationale Name.
Wie funktioniert die Cyanotypie?
Die klassische Methode verwendet Eisen-Ammoniumcitrat und Kaliumferricyanid. Diese werden als zwei separate Stammlösungen aufbewahrt und erst unmittelbar vor der Verwendung gemischt. Nach dem Beschichten trocknet das Material im Dunkeln. UV-Licht verändert dann die Eisenverbindung in den belichteten Teilen. Beim Spülen entsteht das charakteristische Berliner Blau und stabilisiert sich in den Fasern.
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Ist eine Cyanotypie dasselbe wie eine Blaupause?
Die Wörter überschneiden sich, werden aber nicht immer genau gleich verwendet. Das Cyanotypie-Verfahren wurde im 19. Jahrhundert zur kostengünstigen Reproduktion von Zeichnungen und Plänen eingesetzt; Daher kommt das gebräuchliche Wort „Blaupause“. Mit Cyanotypie meinen Künstler heutzutage vor allem fotografische Kontaktabzüge und Fotogramme, während „Blaupause“ im übertragenen Sinne auch einen Plan oder Entwurf bedeuten kann.
Cyanotypie, Sianotypie oder Cianotypie?
Im Niederländischen klingt der Anfang der Cyanotypie etwa wie „sia“. Daher wird häufig nach „Sianotype“, „Cianotype“, „Cyanoprint“ oder „Cianoprint“ gesucht. Sie meinen in der Regel den gleichen Vorgang. Für Titel, Produktinformationen und Fachliteratur ist Cyanotype die korrekte Schreibweise. In einer praktischen Erklärung kann es nützlich sein, die Varianten einmal zu erwähnen, aber die Wiederholung aller Schreibweisen macht den Text weniger angenehm zu lesen.
Was ist ein Cyanodruck?
Cyanoprint ist ein verständlicher informeller Name für das Endergebnis. Es kann sich um ein botanisches Fotogramm, einen Abzug von einem digitalen Negativ, einen Textildruck oder eine experimentelle Arbeit handeln. Der Vorgang wird Cyanotypie genannt; Der Druck wird Cyanotypie oder Cyanoprint genannt.
Was können Sie drucken?
- Pflanzen und Federn: einfache Fotogramme mit klaren Silhouetten.
- Transparente Materialien: für geschichtete Blau- und helle Töne.
- Digitale Negative: für Fotos, Illustrationen und feine Details.
- Textilien: hauptsächlich Baumwolle, Leinen, Seide und andere Naturfasern.
- Gegenstände aus Holz oder Papier: , sofern die Oberfläche ausreichend saugfähig ist.
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Warum wird die Cyanotypie blau?
Nach UV-Bestrahlung und Spülung bildet sich ein unlösliches Eisenpigment, das sogenannte Berliner Blau. Unbelichtete, lösliche Bestandteile werden abgewaschen. Dadurch bleiben die abgedeckten Teile hell und die freiliegenden Teile werden blau. Durch Trocknung und Oxidation vertieft sich die Farbe häufig.
Ist die Cyanotypie schwierig?
Der grundlegende Prozess ist fehlerverzeihend, aber ein wiederholbarer Druck erfordert die Kontrolle über fünf Dinge: Papier oder Textil, Beschichtung, Trocknung, Kontakt und UV-Dosis. Die meisten Anfängerprobleme können daher leicht diagnostiziert werden. Ein Teststreifen und klare Notizen sorgen für eine schnellere Verbesserung als die Wiederholung eines vollständigen Ausdrucks.
Häufig gestellte Fragen
Benötigen Sie eine Dunkelkammer?
Nein. Das Beschichten und Trocknen kann bei gedämpftem Kunstlicht erfolgen. Vermeiden Sie direktes Sonnenlicht und starke UV-Quellen, bis der Druck zur Belichtung bereit ist.
Kann man mit einem normalen Foto eine Cyanotypie erstellen?
Ja, wenn Sie das Foto zunächst in ein transparentes Negativ umwandeln. Da es sich bei der Cyanotypie um ein Kontaktverfahren handelt, muss das Negativ die gleichen Abmessungen wie der gewünschte Druck haben.
Ist Cyanotypie nur für Papier geeignet?
Nein. Oft funktionieren auch natürliche, saugfähige Materialien. Für Kleidung und Accessoires gelten zusätzliche Regeln zur Vorwäsche und Pflege; siehe Cyanotypie auf Textil .
Warum sehe ich verschiedene Blautöne?
Beleuchtung, Beschichtung, Papier, Spülung und Oxidation beeinflussen die Farbe. Verwenden Sie den -Fehlerbehebungstool , wenn der Kontrast oder das Blau enttäuschend ist.