Plexiglas mit Cyanotypie: Kontaktrahmen, Dicke und UV-Licht

Die Cyanotypie ist eine der schönsten alternativen Drucktechniken. Mit nur zwei Chemikalien – Eisen(III)-ammoniumcitrat und Kaliumferricyanid – sowie einer UV-Lichtquelle entstehen tiefblaue Drucke mit unverwechselbarem Charakter.

Bei Cyanoprints.de helfen wir dir, das Beste aus dieser Technik herauszuholen. In diesem Artikel erfährst du, wie du Acrylglasplatten für die Cyanotypie einsetzt, wie sich die Dicke auf die Belichtungszeit auswirkt und welche künstlerischen Effekte dadurch entstehen können.


Von Cyanoprints GIGANT
3 Min. Lesezeit

Transparentes Cyanotypie-Kunstwerk auf Plexiglas mit botanischen Formen

Plexiglas wird hauptsächlich in der Cyanotypie als Kontaktplatte verwendet: Es drückt eine Pflanze, einen Gegenstand oder eine negative Oberfläche während der UV-Belichtung gegen das beschichtete Papier oder Textil. Die direkte Cyanotypie-Beschichtung auf unbehandeltem Plexiglas ist weniger zuverlässig, da die glatte, nicht saugende Oberfläche die Emulsion kaum hält. Die richtige Dicke, Klarheit und UV-Durchlässigkeit der Kontaktplatte haben großen Einfluss auf Schärfe und Belichtungszeit.

Warum eine Kontaktplatte verwenden?

  • Es verhindert, dass sich Blätter oder Negative verschieben.
  • Es verbessert den Kontakt und damit die Schärfe.
  • Es schützt ein transparentes Negativ vor Wind und Verformung.
  • Es ermöglicht das sichere Bewegen einer kompletten Komposition.

Welche Dicke funktioniert?

Für kleine und mittlere Drucke reicht oft eine relativ dünne, flache Platte aus. Eine dickere Platte ist steifer und verbiegt sich weniger, wiegt aber mehr und kann je nach Material etwas mehr UV-Strahlung absorbieren. Die ideale Wahl hängt daher von der Größe und dem Halt ab. Verwenden Sie bei einer großen Platte mehrere Klammern oder einen Kontaktrahmen, damit sich die Mitte nicht löst.

Ist jedes Plexiglas UV-durchlässig?

Nein. Transparent für sichtbares Licht bedeutet nicht automatisch transparent für alle UV-Wellenlängen. Einige Platten sind speziell zum Blockieren von UV-Strahlen konzipiert. Schutzfolie, Beschichtungen, Farbe und Materialart können die Exposition verzögern. Testen Sie eine neue Platte neben einer bekannten Glasplatte oder ohne Abdeckplatte, mit demselben Papier und derselben UV-Quelle.

So testen Sie die UV-Durchlässigkeit

  1. Einen Papierstreifen gleichmäßig bestreichen und trocknen lassen.
  2. Decken Sie die Hälfte mit Plexiglas ab und lassen Sie die andere Hälfte unter der gleichen Komposition oder dem gleichen Negativ.
  3. Legen Sie beide Teile gleichzeitig frei.
  4. Spülen und trocknen lassen.
  5. Sollte der Teil unter Plexiglas deutlich blasser sein, verlängern Sie die Zeit oder wählen Sie eine andere Platte.

Verwenden Sie die Methode aus dem Leitfaden zur Cyanotypie-Belichtungszeit , um die neue Zeit genau zu erfassen.

Plexiglas oder Glas?

EigenschaftPlexiglasGlas
GewichtLeichtSchwerer
BruchrisikoGering, kann aber reißen oder verkratzenKann brechen und scharfe Kanten bilden
SteifigkeitAbhängig von der DickeBei vergleichbarer Größe oft hoch
UV-DurchlässigkeitStark abhängig von Typ und BeschichtungAbhängig von Glasart und Dicke
PflegeKratzempfindlicherLeichter kratzfrei zu halten

So erstellen Sie ein einfaches Kontakt-Setup

  1. Stellen Sie eine ebene, stabile Grundplatte auf.
  2. Legen Sie die trockene, beschichtete Papierschicht mit der Seite nach oben darauf.
  3. Legen Sie das Objekt oder Negativ darauf.
  4. Entfernen Sie die Schutzfolie von beiden Seiten des Plexiglases.
  5. Legen Sie den Teller sauber und vorsichtig auf die Komposition.
  6. Rundum gleichmäßig festklemmen, ohne zerbrechliches Plexiglas zu belasten.

Schärfe verbessern

Verwenden Sie ein Negativ ohne Wellen und achten Sie darauf, dass Papier und Platte staubfrei sind. Auf einem feinen Negativ kann ein einzelnes Staubpartikel sichtbar werden. Dicke Pflanzen sorgen bewusst für weichere Kanten; Drücken Sie sie vor, wenn Sie ein grafischeres Ergebnis wünschen. Überprüfen Sie bei einer großen Größe, ob die Platte in der Mitte tatsächlich Kontakt hat.

Häufige Fehler

  • Lassen Sie die Schutzfolie an Ort und Stelle: Die Folie kann trüb sein oder UV-Strahlung stärker filtern.
  • Verwenden Sie die UV-beständige Platte : . Dadurch wird die erforderliche Zeit erheblich länger oder es entsteht kaum ein Bild.
  • Zu wenige Klemmen: Kontaktverlust führt zu unscharfen Teilen.
  • Kratzer und Schmutz: Diese können als unerwartete Flecken im Druck erscheinen.
  • Zur gleichen Zeit weiter verwenden: Eine weitere Platte erfordert einen neuen Test.

Kann man direkt auf Plexiglas drucken?

Experimentelle Künstler verwenden manchmal eine spezielle Grundierung, Gelatine oder eine andere Bindeschicht, um die Cyanotypie-Chemie auf einer nicht saugfähigen Oberfläche zu halten. Das ist ein anderer, weniger vorhersehbarer Prozess als eine klassische Cyanotypie auf Papier. Haftung, Spülbeständigkeit und Alterung ausgiebig testen; Verwenden Sie keine unbearbeitete Platte als Garantie für einen dauerhaften Druck.

Für den Druck selbst bleibt das passende Cyanotyppapier die zuverlässigste Basis. Sehen Sie sich auch die vollständige Papierauswahl an.